Wirtschaftliche Aspekte

Musikwirtschaft: Labels und Podcasting

Speziell in der Musikwirtschaft könnte man auch auf Veränderungen seit der Verbreitung von Podcasts spekulieren. Tatsächlich ist die Universal Group, der weltweite Marktführer im Musikgeschäft, auch mit einigen deutschen Podcasts dabei, so z.B. mit dem Pop24 Podcast und je einen Podcast von Vertigo FM und Urban. Jedoch wird der letztere seit Ende 2006 nicht mehr regelmäßig aktualisiert. In allen drei Podcasts werden neue Singles bzw. neue Alben vorgestellt. Damit man sich diese Produkte kauft, werden sie hier nur kurz angespielt bzw. laufen nur im Hintergrund. Damit bieten Podcasts eine gute Möglichkeit, neue Produktionen zusätzlich zu den Veröffentlichungen im Rundfunk anzupreisen. Immerhin nehmen die Einschaltquoten bei Radio und Fernsehen immer stärker ab, während die Zahl der Podcasthörer ständig steigt. Dennoch gibt es im Bereich Popmusik von den anderen drei Majorlabels eher wenige deutsche Podcasts. EMI Music Germany bietet mit dem Labels-Mute-Videonewsletter der Abteilung Mute Tonträger z.B. nur einen Podcast, der jedoch auch länger nicht mehr aktualisiert wurde. Von Sony BMG gibt es gar keinen deutschsprachigen Podcast. Selbst die einzigen beiden Podcasts in Frankreich und Canada sind unaktualisiert. 
Warner Music Group Germany hat immerhin drei Podcasts: Den von G-Shock gesponserten Trackcast, moderiert von Annik Rubens, einen James Blunt Podcast und den Warner Music TV Videocast, in dem kurze Ausschnitte von Musikvideos zu sehen sind. Alle drei Sendungen bringen jedoch seit 2005 bzw. 2006 keine neuen Episoden hervor.
Damit wird die Podcast-Technologie nicht besonders stark genutzt durch die genannten Labels. Vermutlich ist das Podcast-Geschäft für diese Major-Labels noch nicht lukrativ, da mit Podcasts ein bislang noch zu kleines Publikum in Deutschland angesprochen wird. Immerhin kostet auch die Produktion des Podcasts Geld.

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