Wirtschaftliche Aspekte

Podcasts als Spartensender

Podcasting stellt im Allgemeinen ein sehr zielgerichtetes Medium dar, das Publikum zu erreichen – gewissermaßen eine Art Spartensendersystem. Für alle Interessensgebiete sind Podcasts vorhanden.
Wer z.B. Sportler ist, hört einen Sportler-Podcast. Gegebenenfalls bekommt er über die genau an den Podcast angepasste Werbung auch gleich die besten Turnschuhe oder Energy-Drinks empfohlen. Dasselbe ist auch auf Musikpodcasts anwendbar, in denen Raum ist für CD-Empfehlungen, oder Verweise auf eine gute Plattenladenkette.
So hört man in Podcasts in erster Linie das, was genau auf seine Interessen abgestimmt ist. Ein Reggae-Fan wird beispielsweise in seinem Lieblingspodcast wahrscheinlich eher keine Einlagen von Jazz hören. Im Rundfunk hingegen wird aufgrund der Einschaltquoten möglichst ein breites Publikumsspektrum angesprochen, so dass man immer wieder mit für sich persönlich uninteressanten Beiträgen konfrontiert wird. Hierin hat die Podcast-Technologie eindeutig Vorteile. Den Nachteil, dass ein Spartensender üblicherweise ein kleineres Publikum anzieht, können die Podcast-Sender außerdem damit kompensieren, dass Podcasts weltweit konsumiert werden können und sich damit die potentielle Hörerschaft maximiert.