Datierung von Musikhandschriften

Geschrieben von: Teresa Samulewicz Dienstag, den 07. August 2007 um 13:55 Uhr

Vorwort

I. Grundlagen zur Datierung
I.1. Wozu ist die Datierung von Musikdokumenten nützlich?   
I.2. Wann treten Datierungsprobleme auf?
I.3. Grundlegende Ansätze zur Datierung: Interne und externe Kriterien

II. Dokumentarische Datierungsmethoden
II.1. Datierung von Autographen
II.2. Datierung von Drucken
II.3. Beispiel 1: Beethovens „Hammerklavier“-Sonate op. 106   

III. Methoden der Handschriftenkunde   
III.1. Allgemeine kodikologische Methoden   
III.2. Wasserzeichenanalyse   
III.3. Beispiel 2: Wasserzeichenanalyse bei Franz Schubert   

IV. Fazit und Quellen

 

Vorwort

Die Analyse der Entstehungsdaten von Schriftstücken ist wie eine kleine Kriminalgeschichte ohne Kriminelle, eine Reise in die Geschichte, ein Ausflug in das Leben des Urhebers des zu datierenden Dokumentes. Je weiter die Reise in die Vergangenheit reicht, desto schwieriger wird die Aufgabe der Datierung im Normalfall sein; desto weniger Indizien sind bis heute erhalten, die zur Lösung der Datierungsfrage beitragen. Umso wichtiger ist es, die richtige Vorgehensweise aus dem großen Methodenkatalog zu wählen. Jeder Datierungsfall stellt eine ganz spezifische Aufgabe dar und oft gibt es kein konkretes Patentrezept, vielmehr ist die Kombinationsfähigkeit und Gewitztheit des Wissenschaftlers gefragt.
Immer ähnlich jedoch sind die grundlegenden Datierungsmethoden, welche Thema dieser Hausarbeit sind. Diese Arbeit bezieht sich vor allem auf die Datierung von Notenschriften und Kompositionen. Ein breit gefächertes Inventar an Datierungsmöglichkeiten soll hier vorgestellt und anhand passender Beispiele vertieft werden. Dabei sind folgenden musikwissenschaftlichen Ausführungen aber auch auf die Provenienzforschung in anderen Fachgebieten wie Literatur, Politikgeschichte oder Kunstgeschichte übertragbar.
Im ersten Kapitel sollen zunächst Fragen geklärt werden, die sich vor der Datierung stellen: Was ist der Sinn und Zweck des Datierens? Wann treten Datierungsprobleme auf? Außerdem werden hier bereits die grundlegenden Datierungsansätze – Datierungen nach stilistischen oder werkexternen Kriterien – erläutert. Da sich – wie hier gezeigt werden wird – die werkexternen Methoden gegenüber stilistischen Methoden als sehr viel objektiver und damit verlässlicher herausgestellt haben, beruhen alle weiteren Ausführungen auf eben den werkexternen Kriterien.
Das zweite Kapitel behandelt die im Folgenden als dokumentarische Datierungsmethode bezeichnete Suche nach Hinweisen zu dem Datierungsobjekt in anderen Dokumenten. Dies wird an einem Beispiel einer Sonate Ludwig van Beethovens vertieft.
Im dritten Kapitel folgt eine Auseinandersetzung mit der Handschriftenkunde, der Kodikologie. Hier werden zunächst allgemeine kodikologische Methoden zur Datierung, wie die Tinten- und Papieranalyse, vorgestellt. Im Weiteren wird aber insbesondere auf die Wasserzeichenanalyse eingegangen, die anhand eines Datierungsversuchs an Werken Schuberts vertieft wird. 
Im vierten Kapitel folgt schließlich ein kurzes Fazit zu allen Datierungsmöglichkeiten.

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