Geschrieben von: Teresa Samulewicz Dienstag, den 04. Dezember 2007 um 16:52 Uhr
In den 80er Jahren entwickelte sich eine Gesangsart in der Unterhaltungsmusik, die auf den ersten Blick mit dem Singen wenig gemeinsam hat: Beatbox. Heute ist dieser Gesangsstil vor allem aus dem Hip Hop bekannt, findet seine Verwendung jedoch auch im Jazz, Drum´n´Bass und World-Music. Die hierbei mit dem Mund imitierten Schlagzeug- und Percussioninstrumente sowie musikalisch passende Geräusche aus Umwelt und Alltag klingen derart authentisch, dass sich ein analytischer Blick lohnt.
Die untenstehende Untersuchung stellt sich daher der Frage, in welcher Art sich die mit dem menschlichen Mund nachgeahmten Klänge von den natĂĽrlichen Klangvorbildern unterscheiden. Können die Unterschiede, die man nur bei sehr genauem Hinhören wahrnimmt, auch mit den zur VerfĂĽgung stehenden bildgebenden Verfahren (Sonagramm, Spektrum, Oszillogramm) nachgewiesen werden? Die Untersuchung soll am Beispiel von kleinen Trommeln – besser bekannt als Snare Drums – gefĂĽhrt werden, da dieses vielseitige Schlaginstrument sowohl Standard in einem Schlagzeug ist als auch Standard im Klangrepertoire eine Beatboxers ist. Die Auswahl wird auf diese Art einschränkt und hält dennoch relativ viele Klangmöglichkeiten bereit. Hierzu wurde eine kurze Datenerhebung durchgefĂĽhrt, deren Ergebnisse vorgestellt und ausgewertet werden sollen. Die Studie soll mit jeweils vier untersuchten Klangbeispielen von Beatbox-Aufnahmen und von herkömmlichen Snare Drums nicht repräsentativ sein. Dennoch werden Zusammenhänge und Unterschiede erkennbar. Da im Beatbox häufig nicht nur natĂĽrliche Klänge nachgesungen werden, bezieht das Vergleichsmaterial nicht nur akustische Snare Drums sondern auch ein Beispiel einer synthetisch erzeugten Snare Drum ein.
Ziel dieser Untersuchung ist es, die Parameter ausfindig zu machen, die die Unterschiede im Klang von Beatbox-Snare Drums und herkömmlichen Snare Drums ausmachen.
Folgende Beatbox-Aufnahmen wurden untersucht:
Folgende Snare Drum-Aufnahmen wurden untersucht:
Gesamte Studie lesen:
TeresaSamulewicz-Beatbox-Studie.pdf (1.8MB)